Die besten Tools für Pixel Art (2026)
Wer mit Pixel Art anfangen will, steht vor einer einfachen Frage: Womit fange ich an? Die Antwort hängt davon ab was man machen will — und wie viel man ausgeben möchte.
Hier ist eine ehrliche Übersicht.
Aseprite — der Standard
Kein Tool wird in der Pixel Art Community so oft genannt wie Aseprite. Es kostet rund 20 Euro, ist speziell für Sprites und Animationen gebaut, und man merkt das sofort. Die Timeline für Frame-by-Frame-Animation, die Onion-Skin-Funktion um vorherige Frames durchzusehen, das direkte Exportieren als GIF oder Spritesheet — alles da, alles durchdacht.
Wer ernsthaft Pixel Art machen will kommt an Aseprite kaum vorbei.
Ein kleiner Hinweis: Aseprite ist auf GitHub auch als Open Source verfügbar. Man kann es sich selbst kompilieren und zahlt dann nichts. Etwas technischer Aufwand, aber möglich.
Zur Aseprite Website

Piskel — für den Einstieg
Gratis, läuft im Browser, kein Download nötig. Für jemanden der erstmal schauen will ob Pixel Art überhaupt etwas für ihn ist, ist Piskel die richtige erste Adresse.
Die Funktionen sind begrenzt — aber das ist beim Einstieg kein Problem. 16x16 Sprite, ein paar Farben, exportieren. Fertig.
Zu Piskel

PICO-8 — wenn Pixel Art auf Game Dev trifft
PICO-8 ist streng genommen keine Zeichensoftware, sondern eine "Fantasy Console" — eine simulierte Spielkonsole mit eigenem Sprite-Editor, Karten-Editor, Sound und Code. Alles in einem.
Die Beschränkungen sind radikal: 128x128 Pixel Bildschirm, 16 Farben, maximal 256 Sprites. Genau das macht es so interessant. Man lernt nicht nur Pixel Art — man lernt wie Pixel Art in einem echten Kontext funktioniert.
Kostet einmalig 15 Dollar. Wer Retro-Gaming und Pixel Art zusammen erleben will ist hier richtig.
Unser spiel Waddle Up ist übrigens mit Pico8 erstellt.

Photoshop und GIMP
Beide können Pixel Art — aber keiner von beiden ist dafür gebaut.
Photoshop ist das teuerste Tool auf dieser Liste und gleichzeitig das unhandlichste für Pixel Art. Anti-Aliasing überall, Zoom-Verhalten das nicht stimmt, kein nativer Animations-Export. Man kann es konfigurieren, aber warum wenn Aseprite 20 Euro kostet?
GIMP ist gratis und kann dasselbe — mit denselben Einschränkungen. Für Pixel Art als Nebeneffekt beim Bildbearbeiten okay. Als Hauptwerkzeug nicht empfehlenswert.
LibreSprite — Aseprite ohne Kosten
LibreSprite ist ein Fork von Aseprite aus einer älteren Version, bevor der Source Code geschlossen wurde. Gratis, keine Einschränkungen, funktioniert solide.
Der Haken: Es wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Wer auf dem neuesten Stand bleiben will und die aktuellen Aseprite-Features nutzen möchte, ist mit dem Original besser bedient. Aber als kostenlosen Einstieg in professionelle Pixel Art Software ist es eine solide Option.

Was davon ist das Richtige?
Für die meisten gilt: Piskel zum Ausprobieren, Aseprite wenn man weitermacht. PICO-8 wenn man auch Spiele bauen will.
Die Motive auf RetroShapes entstehen übrigens in Aseprite — mit der PICO-8 Farbpalette. Genau das gibt den Motiven ihren Look. Kein Zufall, sondern Methode.